Das wilde Dutzend — ein Berliner Verlag

Gerade heute entdeckt und ganz entzückt bin ich von diesem kleinen Berliner Verlag: “Das Wilde Dutzend”, der sich selber als Loge und Verlag des Rätselhaften und Verborgenen Wer kann für Böse Träumebezeichnet. Dabei spielt der Verlag mit Zeitebenen und bewegt sich mit seinen Figuren gerne im Europa des 19. Jahrhunderts. Hier zeigt sich der Verlag von einer äußerst kreativen Seite.

Neben dem Publizieren von Büchern veranstaltet “Das wilde Dutzend” Lesungen oder das Grimms Dinner — eine Art Krimi-Dinner, aber ohne Leiche zum Dessert. Die Figur der Detektivin Adele lädt in unregelmäßgen Abständen ein in ihren Salon. Des Weiteren findet sich der Verlag bei den gängigen sozialen Netzwerken. Als visuelle Amuse-Gueules finden sich auf der Webseite einige Videos zu Ereignissen rund um den Verlagsalltag. In ihrem Blog besprechen sie Graphic Novels — auch sehr interessant.

Das neueste Werk heißt Wer kann für böse Träume – The Secret Grimm Files und ist seit Mitte Juni käuflich für € 18,90 zu erwerben.

Hier haben 15 Autoren und ebenso viele Illustratoren den bevorstehenden 100. Geburtstag der Grimm’schen Haus- und Kindermärchen am 20.12.2012 zum Anlass genommen und 15 ausgewählten Märchen ihren ganz eigenen Anstrich verliehen. Was dabei herauskommt sind mysteriöse Machenschaften, kriminologische Kleinode und bezaubernde Bilder.

Bereits erschienen ist Die Guten, die Bösen und die Toten, ein schaurig schönes Buch, eine viktorianische Schreckenschronik, die sich mit den Abgründen des menschlichen Daseins befasst. Es kostet € 13,90.

Die Guten, die Bösen und die TotenDie Illustrationen stammen von  Ebeneeza K. und ziehen den Betrachter mit ihrer heiteren Düsterkeit förmlich in ihren Bann. Die dazugehörigen Verse stammen aus der Feder des Chronisten Johan von Riepenbreuch, über den es auf der Webseite einige mysteriöse Geschichten gibt.

Für morbid und nostalgisch veranlagte Leser sind die Bücher mit den großartigen Illustrationen ein Must-Have. Aber auch für alle, die das Schöne und Außergewöhnliche schätzen, geben die Bücher ein tolles Geschenk ab.

Wer Lust hat, kann dem Verlag in seinem eigenen kleinen Laden in der Hagenauer Str. 2 in 10435 Berlin Prenz’lberg einen Besuch abstatten. Der ist allerdings nur jeden ersten und dritten Samstag von 11-17h geöffnet.

Die Internetpräsenz findet ihr hier:  “Das wilde Dutzend

 

Ich bin schon freudig gespannt, was dieser Verlag als nächstes macht. Man merkt, dass die Mitglieder des wilden Dutzends Spaß an dem was sie tun haben und mit Herzblut dabei sind.

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